Das Wichtigste in Kürze
- Luft-Wasser-Wärmepumpe komplett: 27.000–35.000 € (vor Förderung)
- Sole-Wasser (Erdwärme) komplett: 35.000–50.000 € (vor Förderung)
- BAFA-Förderung deckt 30–70 % der förderfähigen Kosten
- Jährliche Betriebskosten: 800–1.400 € (Strom + Wartung)
- Amortisation in der Regel nach 6–12 Jahren
Kostenüberblick auf einen Blick
Die Frage „Was kostet eine Wärmepumpe?" lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Die Gesamtkosten hängen vom Wärmepumpen-Typ, deinem Gebäude, der bestehenden Heizungsinfrastruktur und dem gewählten Installateur ab. Grundsätzlich setzen sich die Kosten aus drei Blöcken zusammen:
- Anschaffungskosten — das Gerät selbst
- Einbaukosten — Installation, Anschlüsse, ggf. Erdarbeiten
- Laufende Kosten — Strom, Wartung, Versicherung
Die gute Nachricht: Mit der BAFA-Förderung 2025/2026 kannst du bis zu 70 % der förderfähigen Kosten als Zuschuss erhalten. Damit sinkt der Eigenanteil einer typischen Luft-Wasser-Wärmepumpe auf unter 10.000 €.
Anschaffungskosten nach Wärmepumpen-Typ
Der größte Kostenfaktor ist das Gerät selbst. Die Preise unterscheiden sich je nach Wärmequelle deutlich:
| Wärmepumpen-Typ | Gerät (nur Anschaffung) | Typisch für |
|---|---|---|
| Luft-Wasser | 12.000–18.000 € | 80 % aller Einbauten, einfachste Installation |
| Sole-Wasser (Erdkollektor) | 14.000–20.000 € | Garten vorhanden, horizontale Verlegung |
| Sole-Wasser (Erdsonde) | 16.000–22.000 € | Wenig Platz, Tiefenbohrung nötig |
| Wasser-Wasser | 15.000–22.000 € | Grundwasser vorhanden, Genehmigung nötig |
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der mit Abstand häufigste Typ in Deutschland. Sie nutzt die Außenluft als Wärmequelle und benötigt weder Erdarbeiten noch Brunnenbohrung. Das macht sie zur günstigsten Option bei der Installation — und zum Favoriten bei Altbausanierungen.
Erdwärmepumpen (Sole-Wasser) sind in der Anschaffung teurer, arbeiten aber effizienter, weil die Erdtemperatur ganzjährig konstant bei 8–12 °C liegt. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) liegt typisch bei 4,0–4,5 gegenüber 3,0–3,5 bei Luft-Wasser-Geräten. Das senkt die laufenden Stromkosten.
Einbau- und Installationskosten
Neben dem Gerät fallen weitere Kosten für die Installation an. Diese variieren je nach Gebäudezustand und gewähltem System erheblich:
| Kostenposition | Preisspanne | Hinweis |
|---|---|---|
| Demontage Altgerät | 500–2.000 € | Ölheizung teurer (Tankentstorgung) |
| Hydraulischer Anschluss | 2.000–4.000 € | Verrohrung, Pufferspeicher, Ventile |
| Elektroanschluss | 1.500–3.000 € | Wärmepumpenstromzähler, Sicherung |
| Pufferspeicher (300–500 l) | 1.500–3.000 € | Warmwasser- und Heizungspuffer |
| Fundament / Aufstellung außen | 500–1.500 € | Nur Luft-Wasser (Außenaufstellung) |
| Erdarbeiten (Kollektor / Sonde) | 8.000–15.000 € | Nur Sole-Wasser, größter Zusatzkostenfaktor |
| Brunnenbohrung | 6.000–12.000 € | Nur Wasser-Wasser, genehmigungspflichtig |
Gesamtkosten typisch: Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive aller Einbauarbeiten liegen die Gesamtkosten bei 27.000–35.000 € vor Förderung. Bei Erdwärmepumpen steigen sie auf 35.000–50.000 € durch die aufwendigeren Erdarbeiten.
Tipp: Förderfähige Kosten beachten
Die BAFA fördert maximal 30.000 € an förderfähigen Kosten pro Wohneinheit. Bei einem Fördersatz von 50 % sind das maximal 15.000 € Zuschuss. Kosten über 30.000 € trägst du vollständig selbst.
Laufende Kosten: Strom, Wartung, Versicherung
Im Betrieb verursacht eine Wärmepumpe deutlich geringere Kosten als eine Öl- oder Gasheizung — vorausgesetzt, das System ist richtig dimensioniert.
Stromkosten
Eine Wärmepumpe benötigt Strom, um die Umweltwärme auf Heiztemperatur zu bringen. Bei einem typischen Einfamilienhaus (150 m², Baujahr 1985–2000, Verbrauch ca. 20.000 kWh/a) und einem Wärmepumpenstromtarif von ca. 28–32 Ct/kWh (Stand 2026) ergeben sich:
- Luft-Wasser (JAZ 3,5): ca. 5.700 kWh Strom → 1.600–1.800 €/Jahr
- Sole-Wasser (JAZ 4,2): ca. 4.760 kWh Strom → 1.330–1.520 €/Jahr
Zum Vergleich: Dieselbe Heizleistung mit Gas kostet ca. 2.300 €/Jahr, mit Öl sogar 2.500–3.200 €/Jahr (abhängig vom Ölpreis).
Wartung und Versicherung
Wärmepumpen haben wenige mechanische Verschleißteile. Die jährliche Wartung kostet 150–300 €. Hinzu kommen rund 50–100 € für Versicherung (optional). Ein Wartungsvertrag mit dem Installateur ist empfehlenswert und liegt bei ca. 200–350 € pro Jahr.
Gesamte laufende Kosten pro Jahr: ca. 800–1.400 € je nach Wärmepumpentyp, Gebäude und Stromtarif.
Wie hoch sind die Kosten für dein Haus?
Unser kostenloser Rechner berechnet Kosten, Förderung und Einsparung für deine konkrete Situation — in unter 3 Minuten.
Jetzt Kosten berechnenKostenvergleich: Wärmepumpe vs. Öl vs. Gas
Die entscheidende Frage ist nicht, was eine Wärmepumpe kostet — sondern was sie im Vergleich zur bestehenden Heizung spart. Die folgende Tabelle zeigt einen Kostenvergleich über 20 Jahre für ein typisches Einfamilienhaus (150 m², 20.000 kWh/a Heizwärmebedarf):
| Kostenfaktor | Ölheizung | Gasheizung | Wärmepumpe (Luft) |
|---|---|---|---|
| Anschaffung + Einbau | 10.000–14.000 € | 8.000–12.000 € | 27.000–35.000 € |
| Abzgl. BAFA-Förderung (50 %) | — | — | −13.500–15.000 € |
| Eigenanteil | 10.000–14.000 € | 8.000–12.000 € | 12.000–20.000 € |
| Jährliche Heizkosten | 2.500–3.200 € | 2.000–2.500 € | 1.600–1.800 € |
| Heizkosten über 20 Jahre | 50.000–64.000 € | 40.000–50.000 € | 32.000–36.000 € |
| Gesamtkosten 20 Jahre | 60.000–78.000 € | 48.000–62.000 € | 44.000–56.000 € |
Die Wärmepumpe hat höhere Anfangskosten, gewinnt aber langfristig durch niedrigere laufende Kosten. Bei steigenden Gas- und Ölpreisen — und der ab 2027 weiter steigenden CO₂-Abgabe — wird der Vorteil noch deutlicher.
Für eine detaillierte Berechnung mit deinen echten Verbrauchswerten nutze unseren Heizkosten-Vergleichsrechner.
Förderung: Bis zu 70 % Zuschuss vom Staat
Die BAFA-Förderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) macht die Wärmepumpe wirtschaftlich besonders attraktiv. Der Zuschuss setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:
| Förderbaustein | Zuschuss | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Jede Wärmepumpe als Heizungsersatz |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 20 % | Austausch einer fossilen Heizung (Öl/Gas > 20 Jahre) |
| Einkommensbonus | 30 % | Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr brutto |
| Maximal kombiniert | 70 % | Auf max. 30.000 € förderfähige Kosten |
Rechenbeispiel: Bei 30.000 € förderfähigen Kosten und 50 % Fördersatz (Grundförderung + Klimabonus) erhältst du 15.000 € als Zuschuss. Dein Eigenanteil beträgt dann nur noch 15.000 €.
Alle Details zu Voraussetzungen, Antragstellung und Fallstricken findest du in unserem BAFA-Förderung-Ratgeber.
Amortisation: Ab wann lohnt sich der Umstieg?
Die Amortisationszeit hängt von drei Faktoren ab: deinen Investitionskosten (nach Förderung), deiner jährlichen Einsparung gegenüber der alten Heizung und der Preisentwicklung fossiler Energieträger.
Typische Amortisationszeiten:
- Mit 30 % Förderung: ca. 10–12 Jahre
- Mit 50 % Förderung: ca. 7–9 Jahre
- Mit 70 % Förderung: ca. 4–6 Jahre
Danach sparst du jedes weitere Jahr bares Geld. Über 20 Jahre Nutzungsdauer summiert sich die Gesamtersparnis auf 15.000–40.000 € gegenüber einer Ölheizung — je nach Förderhöhe und Energiepreisentwicklung.
Deine persönliche Amortisation berechnen
Gib deine Investitionskosten, deinen Fördersatz und deine geschätzte Einsparung ein — und sieh sofort, ab welchem Jahr sich die Wärmepumpe rechnet.
Amortisation berechnenFazit: Lohnt sich eine Wärmepumpe 2025/2026?
Ja — in den meisten Fällen. Die Anschaffungskosten sind zwar höher als bei einer neuen Gas- oder Ölheizung, werden aber durch die BAFA-Förderung und die niedrigeren Betriebskosten mehr als ausgeglichen. Besonders bei älteren Öl- und Gasheizungen mit hohem Verbrauch und beim Erreichen des maximalen Fördersatzes von 50–70 % amortisiert sich eine Wärmepumpe in unter 10 Jahren.
Unser Tipp: Nutze die Rechner auf WärmeWende24, um deine individuelle Situation durchzurechnen — kostenlos, unabhängig und auf dem Stand von 2026.